Archiv | Mai, 2018

Kammerspiel mit Volker Ranisch und ein Abend der Eleganz im Salon von Beata Sievi am 16. Juni

14 Mai

Mit diesem Artikel möchte ich alle meine Kundinnen, Kunden und Interessent/innen auf den nächsten Salon aufmerksam machen. Dieser Abend eignet sich gut als Einstig für alle neuen Gäste – ich habe noch ein Paar freie Plätze und freue mich auf neue Anmeldungen!

Volker Ranisch

Schauspieler Volker Ranisch schlüpft in die Rolle des Ich-Erzählers Felix Krull

Seine Liebe zu sich selbst und die unerschütterliche Gewissheit, „aus feinerem Holze geschnitzt zu sein“, beeindrucken die Umwelt und machen ihn begehrt. Seine Beredsamkeit und Charisma sind effektiver als Gewalt. Felix Krull – Protagonist des Romans vom Thomas Mann ist ein Hoteldieb und Hochstapler, bestrebt die Welt in sich verliebt zu machen. Er nimmt schon früh sein Leben selbst in die Hand und erhebt die Täuschung zur Kunst. Dabei trifft er stets auf Menschen, die ihm erotische Avancen machen und getäuscht werden wollen – grosse Narzissten sind immer dort anzutreffen, wo sich ein dankbares Publikum findet.

Volker Ranisch spürt mit diesem Soloabend der hohen Sprachkunst Thomas Manns nach. Indem er in die Rolle des Ich-Erzählers Felix Krull schlüpft, lässt er vor seinem Publikum in freier Rede die illustre Gesellschaft des Romans mit ihren zahlreichen Figuren entstehen und erweckt gleichzeitig einen lebendigen Eindruck vom vortrefflichen Wortwitz des Autors. Die Inszenierung war seit ihrer Premiere 2005 viele Jahre fester Bestandteil des Repertoires des Theaters im Palais und wird erfolgreich auf Gastspielen im In- und Ausland gespielt. Nun wird das Kammerstück im Salon von Beata Sievi zu sehen sein.

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Horst Buchholz und Ingrid Andree in der Verfilmung des Romans „Felix Krull“ von T. Mann aus dem Jahr 1957

Einer der interessantesten Episoden des Schelmenromans ist die kurze aber heftige Liebesbeziehung von Felix mit Madame Houpflé, der Gattin eines Klosettschüsselfabrikanten. In dem schlanken, gut gewachsenen Liftboy meint die gebildete Frau, den personifizierten Hermes zu erkennen. Sie möchte von ihm, nachdem er ihr gestanden hat, sie anderenorts bereits bestohlen zu haben, lustvoll erniedrigt werden – von Hermes, dem Gott der Diebe. Felix Krull mit seiner kümmerlichen Schulbildung lernt so Hermes kennen. Von nun an wird er, sobald sich die Gelegenheit ergibt, auf den antiken Hermes zu sprechen kommen – als sei antike Mythologie ihm ein geläufiger Bildungsbesitz.

Horst Buchholz in der Verfilmung des Romans "Felix Krull" von Thomas Mann aus dem Jahr 1957

Horst Buchholz und Ingrid Andree in der Verfilmung des Romans „Felix Krull“ von T.Mann aus dem Jahr 1957

Die Gasgeberin wird an diesem Abend  ihr Bestes geben um ihrer Salon Bibliothek den Anschein eines Pariser Grand Hotels der Belle Époque zu geben. Die Gäste sind gebeten mit ihrer vornehmen Eleganz zu der Atmosphäre der Veranstaltung beizutragen. An diesem Abend dürfen sie ein Teil der Inszenierung sein! In der anschliessenden Salon-Diskussion widmen wir uns dem Thema «Narzissmus». Diese immer häufiger auftretende Persönlichkeitsstörung charakterisiert sich durch Selbstidealisierung, ausbeutende Beziehungen  und Unfähigkeit zur Selbstimmanenz.

Eintritt: CHF 65 für neue Gäste, CHF 55 für Salon-Stammgäste, inkl. Konsumation (Café und hausgemachter Kuchen, Prosecco und Häppchen). Anmeldung erforderlich unter: atelier@entrenous.ch Ort: Salon-Bibliothek von Beata Sievi, Neuwiesenstrasse 97, 8400 Winterthur. Weitere Informationen über den Salon der Philosophie des Eros von Beata Sievi: http://www.beatasievi-salon.com

Horst Buchholz in der Verfilmung des Romans "Felix Krull" von T. Mann aus dem Jahr 1957

Horst Buchholz in der Verfilmung des Romans „Felix Krull“ von T. Mann aus dem Jahr 1957

Horst Buchholz in der Verfilmung des Romans "Felix Krull" von T. Mann aus dem Jahr 1957

Horst Buchholz in der Verfilmung des Romans „Felix Krull“ von T. Mann aus dem Jahr 1957

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