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Korsett und Emanzipation

4 Jul
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„Orgasm me too“ – Corset by Beata Sievi Corset Artist, Juli 2018

In den 20 Jahren meiner Arbeit als Korsettdesignerin wurde ich immer wieder darauf hingewiesen, besonders gern von Journalisten, dass Korsett das ein Symbol der weiblichen Unterdrückung sei. Diesen Vorurteilen versuchte ich stets mit Gelassenheit zu begegnen. Nachdem ich in den letzten zwei Jahren eine Reihe kultureller Veranstaltungen organisiert habe, die die Befreiung der weiblichen Sexualität aus den Fesseln des Patriarchats thematisieren, werde ich nun erst recht gefragt, wie ich Korsetterie und Emanzipation miteinander verbinde. Die Antwort: Das Korsett ist dazu bestimmt, die weibliche Verführungskraft zu bestärken. Es ist nicht das Korsett, das weibliche Verführung mit Unterdrückung verbindet, sondern das Patriarchat. Denn Korsette können Frauen durchaus darin bestärken, ihre Rechte und ihr Vergnügen aktiv einzufordern. Meine neuste Kreation will diese Auffassung deutlich zum Ausdruck bringen.

Korsett revolution

Werbung für Ball`s Corset ca. 1880

Korsett und erotische Subjektivität der Frau

Als ich mich vor 20 Jahren mit der Geschichte des Korsetts zu befassen begann, stiess ich auf die Werke der amerikanischen Modeforscherin Valerie Steele. Die Untersuchung konkreter historischer Beispiele führte sie in ihrem Buch „The corset. A cultural history“ zum Schluss, dass ein Mieder schon früh ein Mittel der selbstbewussten Inszenierung weiblicher Schönheit war und in Verführungen gekonnt eingesetzt wurde. Frauen des 18. und 19. Jh. waren weit davon entfernt, lediglich Objekte des männlichen Begehrens zu sein, sondern spielten aktiv mit ihrer modischen Aufmachung. Valerie Seele lieferte mir damit einen Beweis für meine vage Intuition, dass es zu kurz greift, Korsetts per se mit Einschnürung gleichzusetzen, und sie bestätigte mir die starke Faszination für dieses besondere Objekt. Das fundierte Wissen über die Korsettgeschichte habe ich sowohl in meinem Unterricht integriert als auch den Journalisten zu vermitteln versucht.

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Jean-François Detroy, Lady showing bracelet to her suitor, 1734

Heute, nach der Lektüre der Werke der berühmten Soziologin Eva Illouz, würde ich zu der Analyse von Valerie Steele gerne etwas ergänzen. Auch wenn früher das Korsett den Frauen in sexuellen Beziehungen durchaus zu Subjekt- und nicht einfach zu Objektstatus verholfen haben mag, so verblieb ihre Autonomie dennoch auf einen relativ schmalen Raum beschränkt. In ihrem Werk „Warum die Liebe weh tut“ argumentiert Eva Illouz, dass Schönheit und sinnliche Anziehungskraft in der patriarchalischen Gesellschaft über Jahrhunderte so etwas wie ein „erotisches Kapital“ darstellten. Diese auf dem Heiratsmarkt und in illegitimen Liaisons bewusst eingesetzte Währung ermöglichte es Frauen, einen sonst unzugänglichen ökonomischen oder sozialen Status zu erreichen. Dass bei diesem Tauschhandel ihre sexuellen Bedürfnisse angedeutet, aber nicht unbedingt befriedigt wurden, mussten sie angesichts mangelnden Wissens über die weibliche Sexualität und in Anbetracht rigider Moralvorstellungen hinnehmen.

Erotische Freiheit und fehlende Selbstbestimmung

Heute ist die Situation anders. Die Chancen für den sozialen Aufstieg und Reichtum sind zwischen den Geschlechtern zwar noch nicht gleich, aber auf der Seite der Frauen grösser als je zuvor. Das fundierte Wissen über weibliche Sexualität ist vorhanden und gut zugänglich und die Einschränkungen der Religion sind weggefallen. Wie steht es aber um die weibliche Selbstbestimmung in der Sexualität in dieser neuen Epoche der Befreiung? Die junge Philosophin Margret Stokowski gibt in ihrem Buch «Untenrum frei» folgende Antwort: «Während wir glauben, wir hätten die Fesseln des Patriarchats längst gesprengt, haben wir nur gelernt in ihnen shoppen zu gehen». Dabei bezieht sie sich auf die Tatsache, dass sehr viele Frauen in den erotischen Begegnungen immer noch auf ihr erotisches Vergnügen verzichten. Dies bestätigen Psychologinnen und Sexologinnen wie Martha Meana, Peggy Orenstein, Tabea Freitag und Sandra Konrad, die sowohl mit reifen als auch mit jungen Frauen arbeiten. Die Forscherinnen machen darauf aufmerksam, dass vielen Frauen von heute der Zugang zum eigenen sinnlichen Empfinden fehlt. Oft wissen sie kaum, was sie wollen, und lassen sich deshalb auf sexuelle Praktiken ein, die ihnen keinen Spass bereiten. Sie täuschen den Männern ihre Erregung vor und stellen das eigene Vergnügen hintenan. Woran liegt es, dass viele Frauen selbst nach der sexuellen Revolution so bereitwillig Männer befriedigen und so wenig Engagement für die Erfüllung ihrer eigenen sexuellen Wünsche zeigen?

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Stoffdruck für das neue Korsett von Beata Sievi Corset Artist

Psychologische Forschungen nennen unterschiedliche Gründe. Erstens sind viele Frauen immer noch überzeugt, dass sie durch sexuelle Unterwerfung das Interesse des Mannes gewinnen oder dieses erfolgreich aufrechterhalten können. Insbesondere, wenn es um die erste Verliebtheit geht, steht die Sexualität im Dienst der Bindung und wird unbewusst instrumentalisiert. Hier ist das eigene Vergnügen noch involviert, aber das erotische Potential wird oft nicht ausgeschöpft, weil Mädchen ihre Climax und all das, was zu ihr führen könnte, von ihren jungen Partnern nicht einzufordern wissen. Auch in Langzeitbeziehungen kommen viele Frauen nicht auf ihre Kosten, weil ihnen die Lust mit den Jahren abhandenkommt. Gefangen in dem Modell der monogamen Ehe, verzichten sie auf erregende Abenteuer und zwingen sich, die eheliche Pflicht auch ohne Lust zu erfüllen.

Als zweite Gruppe der Motive, weshalb Frauen auf die männlichen sexuellen Wünsche reagieren, auch wenn sie selbst dabei nicht erregt sind, nennen die Forscher Befriedigung unterschiedlicher sozialer Bedürfnisse. In vielen persönlichen Interviews und Fragebogen mit Heranwachsenden zeigt sich, dass vor allem Fellatio eine verbreitete Praktik ist, die nur von den Männern mit körperlicher Lust betrieben wird. Junge Frauen hingegen schildern sie als eine „unpersönliche Angelegenheit“ und sie vergleichen Oralverkehr sogar mit einem Zahlungsmittel, das ihnen besondere Dienste leistet. Ganz anders als vor 30 Jahren, als orale Stimulation noch als Zeichen einer ganz grossen Intimität galt.

Das neue Korsett von Beata Sievi Corset Artist - Entstehungsprozess

Das neue Korsett von Beata Sievi Corset Artist – Entstehungsprozess

Die Befragungen von Jugendlichen zeigen zwei Hauptmotive, weshalb junge Frauen Männer oral befriedigen, selbst wenn sie dabei weder emotionell engagiert noch erregt sind. Einerseits versuchen sie damit in Situationen grossen Drucks – bis hin zur Erpressung – den Partner mit oralem Sex zu besänftigen, ohne in den Geschlechtsverkehr einwilligen zu müssen. Die Häufigkeit, mit welcher sie diese Strategie anwenden, deutet daraufhin, dass männliche Dominanz im heutigen Dating sehr oft vorkommt und es den Frauen an anderen Mitteln, damit umzugehen, komplett fehlt. Zudem gibt es, aller Aufklärung zum Trotz, heute noch Frauen, die glauben, dass Männer aufgrund der hormonellen Unterschiede von der sexuellen Spannung befreit werden müssen und dass Verantwortung dafür einer Frau obliegt. Als zweites Motiv für ihre Fügsamkeit führen viele Mädchen an, dass eine Einwilligung in Fellatio ihnen „die richtige Art der Popularität“ unter den Männern einbringt und ihren Status in der Peer-Gruppe erhöht. Offenbar setzt hier die von Männern produzierte Pornografie bereits im Alltag die Standards dafür, was Frau für einen Mann interessant macht.

Gefragt nach ihrem eigenen Empfinden geben Mädchen zu, dass sie bei solchen Praktiken keinen wirklichen Spass haben. „But it’s definitely not the physical side of it, because that’s so gross and it really hurts my throat. I mean, it’s sort of fun getting in the rhythm of it. But it’s never fun fun”, meinte eine 18-Jährige, die von Peggy Orenstein interviewt wurde. Diese Haltung unterstützen bedauerlicherweise zahlreiche Frauenzeitschriften, indem sie nicht nur einfache Tipps für Fellatio abgeben, sondern auch – wie z.B. in der Online-Version von Glamour und Freundin – Frauen belehren, wie es möglich ist, sogar den Würgereflex abzutrainieren, um den berühmten „Job“ besser zu verrichten.

„Würde die Menschheit dieselben Anstrengungen in die Raumfahrt stecken, wie die Redaktionen von Frauenzeitschriften in Blowjob-Ratgeber, könnten wir längst zum Kaffeetrinken auf den Mars“ – bringt es Margret Stokowski auf den Punkt.

Auch ich betrachte die gegenwärtige Situation als höchst problematisch und alarmierend. Das grösste Potential der Sexualität liegt in der Reziprozität! Sexuelle Praktiken, in welchen männliche Bedürfnisse nach sexuellem Vergnügen selbstverständlich befriedigt werden, während die Frau ihre körperlichen und emotionalen Empfindungen gänzlich abspalten muss, um daraus irgendeinen sekundären psychischen oder sozialen Nutzen zu ziehen, kreieren ein ungesundes strukturelles Ungleichgewicht zwischen den Geschlechtern. Sie entfremden beide Agierende vom Glückspotential, das einer reziproken erotischen Begegnung innewohnt. Eine derartige Instrumentalisierung der weiblichen Sexualität untergräbt zudem die Integrität der Frau und zementiert die patriarchalen Strukturen.

“Orgasm is a human right”

Die erotische Anziehung zwischen den Menschen ist eine Urkraft. Von Anbeginn meiner Arbeit als Korsettdesignerin habe ich mich als Botschafterin dieser Kraft verstanden. Meine Korsetts sind dazu bestimmt, in den heterosexuellen Beziehungen die weibliche Verführungskraft zu bestärken. In meinen Kreationen sehen Frauen so aus, wie sie sich wünschen und wie das männliche Auge es erträumt. Der begehrende Blick eines Mannes vermag dafür die weiblichen Sinne anzuregen. Hier stehen sich beide Geschlechter in ihrer vollen Potenz als gleich starke Wesen gegenüber. Dieses Potenzial soll aber auch in der sinnlichen Begegnung Entfaltung und Kulmination finden. Um dies zu erleben, müssen Frauen sich dazu entscheiden, ihr sexuelles Vergnügen einzufordern.

Literatur:

The corset. A cultural history, Valerie Steele
Warum Liebe weh tut. – Eva Illouz, Surkamp 2016
Girls & Sex: Navigating the Complicated New Landscape.- Peggy Orenstein, Paperback 2017
Die versteckte Lust der Frauen. – Daniel Bergner, Knaus 2014
Emotionale Gewalt durch Pornografie und frühe Sexualisierung. -Tabea Freitag in: Bindung und emotionale Gewalt – Karl Heinz Brisch(Hrsg.), Klett-Cotta 2017
Das beherrschte Geschlecht – Sandra Konrad, Piper 2017
Untenrum frei. – Margret Stokowski, Rowohlt 2017

Am 9. Februar 2019 veranstalte ich zusammen mit Julia Knapp eine Lesung für Frauen: Von Freiheit zur Selbstbestimmung – eine Bestandesaufnahme. “ Nähere Informationen finden Sie hierAs a trained psychologist and tailor I always aimed for deeper understanding of fashion, seduction and gender roles and I used to see the corset as a mean of women`s subjective erotic play. It was the author of the book “The Corset. Cultural history” Valerie Steel, who helped me to understand the corset in this way and her concept of eroticism in fashion influenced my work as corset designer for past twenty years.
In the very last time however I was faced with researches showing the alarming lack of subjectivity of young women, rooted in attachment insecurity and being trapped in standards of pornographic culture. Sociological analyses of Eva Illouz led my finally to the conclusion that it is time to take apart from my artistic activity in corset-making and come back to psychology.
My last creation was an attempt for the artistic interpretation of corset as a symbol of women’s subjectivity. After long reflection I came to conclusion that only as clear statement, as the one I have placed on my corset, can make it nowadays clear, what Eva Illouz postulates in her lectures and books, f.i. “Why love hurts”. She stats that the beauty and its enhancement built the erotic asset of women in the past but she points out, that it was the only capital, which could have been exchanged for either love or social status in order to participate in the men’s power. As my own research on the history of sexuality shows this exchange didn’t included the right for erotic pleasure, which is particularly sad for such erotic garment as corset. After this reflection I came to conclusion that instead of enhancing women’s seductive power it is more important to encourage them to invest in their education and professional skills as a way to obtain the social acknowledgement and support them in their quest for sexual pleasures. The corset might still be occasionally a mean of erotic play but only if this is a play on equal footing and the gain is no other than mutual sensual pleasure.

Beata Sievi Corset Artist 2

Beata Sievi Corset Artist, the last corset, July 2019

Begegnung von Korsett Designerin Beata Sievi und Lucy Corsetry in Oxford

3 Sep

Lucy from Lucy's Corsetry - begeisterte Korsetträgerin und Expertin from Canada

Lucy from Lucy’s Corsetry – begeisterte Korsetträgerin und Expertin from Canada, Bild: Beata Sievi

Das Atelier „entre nous“ wurde im Oktober 1999 eröffnet. Über das Korsett-Handwerk gab es keine schriftliche Informationen. Unter den wenigen Fachspezialisten, die entweder der unzugänglichen Couture Domaine oder dem Fetisch Untergrund angehörten gab es keinen Austausch. Wie anders sieht die Situation heute aus! Dank dem Internet hat das Korsett als Objekt grosse Popularität gewonnen und das Korsetthandwerk erlebt ein grosses Revival. Einer der populärsten You-Tube Chanels zum Thema Korsetterie wird von Lucy Corsetry geführt. Sie prüft und analysiert Korsetts verschiednener Marken, und berichtet über die mit dem Tragen des Korsetts verbundenen Anforderungen und Körpergefühle. Hier werden auf eine intelligente Weise viele Klischees widerlegt und alle wichtigen Fragen beantwortet.

Lucy wearing corset made by Beata Sievi , Atelier "entre nous" Switzerland

Lucy wearing corset made by Beata Sievi , Atelier „entre nous“ Switzerland, Bild: Beata Sievi

Es hat mich sehr gefreut zu erfahren, dass Lucy an der Oxford Conference of Corsetry im August 2014 teilnehmen wird, die auch auf meinem Reiseplan stand. Wir haben vereinbart in England eine kurze Fotosession und ein Interview über meine Arbeit durchzuführen. Die passionierte Korsettträgerin nahm die Gelegenheit wahr, eines unserer pret-à-porter Korsetts zu testen, und war begeistert.

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Lucy from „Lucy’s Corsetry“ wearing „entre nous“ prêt-à-porter corset in the Library in Oxford

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Lucy wearing „entre nous“ prêt-à-porter corset in the Library in Oxford

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Lucy wearing „entre nous“ prêt-à-porter corset in the Library in Oxford

Die kurze und etwas improvisierte Fotosession fand im Jesus College statt. Das Jesus College ist eines der Colleges der Oxfors Universität und wurde von Königin Elisabeth I  im Jahre 1571 gegründet. Die um 1678 erbaute Bibliothek beinhaltet unter anderem wertvolle Schriften aus den 17. Jahrhundert und erinnerte mich an die vom Umberto Eco im Roman „Der Name der Rose“ beschriebene geheime Kloster Bibliothek. Es hat mich gefreut Lucy an diesem inspirierenden Ort porträtieren zu dürfen.

Allen, die mehr über die Korsett Konferenz in Oxford erfahren möchten, empfehle ich die Reportage in meinem Blog http://www.entrenous-ecoleducorset.com. Oder aber Sie besuchen meinen Vortrag am 6. September 2014 im Atelier „entre nous“  um 13 Uhr.  Eintritt: Vortrag inkl. Apero CHF 35. Anmeldung: atelier@entrenous.ch.

Festsaal in Jesus College, Ort der Oxford Corsett Conference 2014

Festsaal in Jesus College, Ort der Oxford Corset Conference 2014

Neues prêt-a-porter Korsett aus Seidenbrockat

30 Jan

Korsett schweiz

Prêt-à-porter Korsett von Beata Sievi, Atelier « entre nous », corset of excuisite Suisse quality

Nico Destillat posierte kürzlich für mich im neuen „entre nous“ prêt-a-porter Korsett. Aus elegantem Seidenbrockat angefertigt, eignet es sich sowohl für wichtige Rendez-vous, als auch für Gala-Abende – immer, wenn der Charme der Weiblichkeit unterstrichen oder gar in Szene gesetzt werden soll. Das Korsett ist derzeit im Showroom des Ateliers „entre nous“ in der Grösse 38 erhältlich. In anderen Grössen und Farbnuancen kann es auf Bestellung angefertigt werden.

edle korsetts made in switzerland

Nico Destillat im prêt-à-porter Korsett von Beata Sievi, Atelier « entre nous »

korsett zürich

Nico Destillat im prêt-à-porter Korsett von Beata Sievi, Atelier « entre nous », Preis CHF 1200

Chercher son Jules à Paris – Bildgeschichte mit Korsetts von « entre nous »

7 Nov

Ich widme diese Geschichte meinem Freund Hans Jürgen-Döpp

Auftakt

Sarah Ulysse im Spitzenbustier made by « entre nous », Bild und Make-up Beata Sievi

Sarah Ulysse im Spitzenbustier made by « entre nous », Bild und Make-up Beata Sievi

Szene 1

Sarah Ulysse im Spitzenbustier made by entre nous

Sarah Ulysse im Spitzenbustier made by entre nous

Sie heisst Sarah. Sie hat ein Blind Date. Sie ist zu früh gekommen und macht einen Spaziergang unter den Arkaden des Palastes. Sie haben einander lange Zeit Briefe geschrieben. Er wollte ihr kein Foto von sich senden.

Sarah Ulysse im Spitzenbustier made by entre nous

Sarah Ulysse im Spitzenbustier made by  « entre nous », Bild und Make-up Beata Sievi

Sarah Ulysse im Spitzenbustier made by  « entre nous », Bild und Make-up Beata Sievi

Sarah Ulysse im Spitzenbustier made by « entre nous », Bild und Make-up Beata Sievi

Sie setzt sich an den Tisch eines Cafés am Place Colette und wartet. Der Kellner schmeichelt ihr, da ihm ihr Outfit offensichtlich gefällt.

Sarah Ulysse im Spitzenbustier made by « entre nous », Bild und Make-up Beata Sievi

Sarah Ulysse im Spitzenbustier made by « entre nous », Bild und Make-up Beata Sievi

Sarah Ulysse im Spitzenbustier made by « entre nous », Bild und Make-up Beata Sievi

Sarah Ulysse im Spitzenbustier made by « entre nous », Bild und Make-up Beata Sievi

Sie schaut in die Richtung der Comédie Française… Der Mann im grauen Mantel, der unter den Säulen hin und her spaziert – vielleicht hat er kein Mut auf sie zuzugehen? Sie zieht das Jackett langsam aus. Wenn er bei der letzten Säule ankommt, wird sie ihn ansehen.

Sarah Ulysse im Spitzenbustier made by  « entre nous », Bild und Make-up Beata Sievi

Sarah Ulysse im Spitzenbustier made by « entre nous », Bild und Make-up Beata Sievi

Szene 2

Sie hat in dem Café unter den Arkaden des Palais Royal mit der Freundin abgemacht. Sie gehen nachher zusammen aus. Die Freundin soll mit ihrem Freund kommen, der jemanden mitbringt, den sie nicht kennt. Sie findet es cool.

Sarah Ulysse im Spitzenbustier made by  « entre nous », Bild und Make-up Beata Sievi

Sarah Ulysse im Pepita-Korsett made by « entre nous », Make-up Beata Sievi

Die Freunde sind noch nicht da. Dafür ist ein Kellner auch hier besonders nett und wickelt sie in ein Gespräch ein, als sie rausgeht um zu rauchen. Er möchte sie fotografieren und sie willigt ein.

Sarah Ulysse im pepita-Korsett made by « entre nous », Bild und Make-up Beata Sievi

Sarah Ulysse im Pepita-Korsett made by « entre nous »,  Make-up Beata Sievi

Schauspielerin Sarah Ulysse im pepita Korsett von Beata Sievi

Schauspielerin Sarah Ulysse im Pepita Korsett von Beata Sievi

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Schauspielerin Sarah Ulysse im Pepita Korsett von Beata Sievi

Szene 3

Wir haben uns in einem Cafe in Monmartre kennengelernt, in dem ich oft zu Gast war. Sie ist mir sofort aufgefallen. Ihre lebendige Mimik und wie sie mit den Gästen sprach. Ich habe sie gefragt ob Sie mein Model sein möchte und sie stimmte zu. An einem Regennachmittag kam sie in die Schule, in der ich zur Ausbildung war, damit ich sie unter Anleitung meines Lehrers schminken konnte. Sie hatte Lederhose und Stiefel an, wie jemand, der sich frei zu bewegen liebt. Wir haben in der Nähe des Palais Royal fotografiert, da ich beim Pepitakorsett immer an die vertikal gestreiften Säulensockel denken musste.

Szene 3

Als wir mit unserer Bildergeschichte fertig sind, sagt Sarah – lass uns doch noch ein Paar Bilder beim Springbrunnen machen! Es ist erstaunlich schön, wie sie posiert. Ich kann meine Kamera nicht ablegen.

Sarah Ulysse im Pepita-Korsett made by « entre nous », Bild und Make-up Beata Sievi

Sarah Ulysse im Pepita-Korsett made by « entre nous », Bild und Make-up Beata Sievi

 Es ist sehr ruhig im Park um diese Zeit. Nur noch wenige Menschen sitzen, vertieft in Lektüre oder Gespräch, am Rand des Wasserbeckens. Ein Mann mittleren Alters mit ausgeprägtem Charaktergesicht beobachtet uns längere Zeit. Plötzlich kommt er auf mich zu und sagt: „Es ist so schön, was sie da machen – senden sie mir bitte ein Bild!“ Und er überreicht mir seine Visitenkarte. Zu Hause schaue ich die Karte an. Darauf steht es: „Jules Pascin, artist dessinateur.“

Park beim Palais Royal im Oktober, Bild: Ewald Vorberg

Park beim Palais Royal im Oktober, Bild: Ewald Vorberg

Elegant und wagemutig – Oldtimerfahrt im Spitzenkorsett

18 Sep

Micha im Spitzenkorsett von "entre nous", Feinmassanfertigung aus St.Galler Spitze

Micha im Spitzenkorsett von „entre nous“, Feinmassanfertigung aus St.Galler Spitze

Wer eine « entre nous » Kreation trägt, trägt ein hochwertiges, elegantes und raffiniertes Korsett, das den Körper und die weiblichen Kurven zur Geltung bringt. Soll dies für eine emanzipierte Frau von heute ein Zeichen der Unterwerfung sein? Von wegen! Die Bilder der neusten Fotosession mit unserer Kundin zeigen deutlich: Die « entre nous » -Frau steht zu ihrem Körper, sie erhebt Anspruch auf Sinnlichkeit und spielt mit ihrer natürlichen Weiblichkeit. Sie kann romantisch, provozierend, sanft, wagemutig, elegant und geheimnisvoll sein. Sie beherrscht die Kunst der Verführung und versteht es, diese mit ihrem Partner, im Wechselspiel zwischen Humor und Spannung, zu teilen.

Micha im Spitzenkorsett von "entre nous", Feinmassanfertigung aus St.Galler Spitze

Kundin des Ateliers „entre nous“ im Spitzenkorsett , Bild: Beata Sievi

Oldtimerfahrt im Korsett von "entre nous"

Oldtimerfahrt im Korsett von „entre nous“,Fotosession von Beata Sievi

Micha im Spitzenkorsett von "entre nous", Feinmassanfertigung aus St.Galler Spitze

Micha im Spitzenkorsett von „entre nous“, Feinmassanfertigung aus St.Galler Spitze

Micha im Spitzenkorsett von "entre nous", Feinmassanfertigung aus St.Galler Spitze

Micha im Spitzenkorsett von „entre nous“, Feinmassanfertigung aus St.Galler Spitze

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Micha im Spitzenkorsett von „entre nous“,Fotosession von Beata Sievi

Das Bustier aus charakteristischer, origineller Spitze, mit geometrischen Motiven, gehört seit Jahren zu den meistbestellten Artikeln. Um jedem Bustier dennoch einen individuellen Charakter zu verleihen achten wir auf eine variantenreiche Gestaltung von Details und Kolorit – die Spitze kann für jede Kundin in einer anderen Farbe gestickt werden.

Micha im Spitzenkorsett von "entre nous", Feinmassanfertigung aus St.Galler Spitze

Oldtimer-Liebhaberin im „entre nous“ Spitzenkorsett , Bild: Beata Sievi

Oldtimer Fahrt im Korsett

Oldtimer Fahrt im Korsett, Fotosession von Beata Sievi

Micha im Spitzenkorsett von "entre nous", Feinmassanfertigung aus St.Galler Spitze

Micha im Spitzenkorsett von „entre nous“, Feinmassanfertigung aus St.Galler Spitze

Für diese besondere Fotosession konnten wir unter mehrern besonderen Fahrzeugen wählen – ganz, wie die Passion der Dame es nahelegte. Auch der schwarze Oldtimer präsentierte sich mindestens genau so einladend, wie die Frau am Lenkerrad. Unser Dank geht an Jaguar Service Center in Schaffhausen, das uns die Gastfreundschaft für die Fotosession gewährte.

Micha im Spitzenkorsett von "entre nous", Feinmassanfertigung aus St.Galler Spitze

Micha im Bustier von Beata Sievi im Oldtimer von „Jaguar Service Center“ in Schaffhausen

Micha im Spitzenkorsett von "entre nous", Feinmassanfertigung aus St.Galler Spitze

Masskorsett von  „entre nous“, im Oldtimer von „Jaguar Service Center“ in Schaffhausen

Micha im Spitzenkorsett von "entre nous", Feinmassanfertigung aus St.Galler Spitze

Korsetts von „entre nous“ geniesst man am besten zu zweit!

« entre nous » im Park – eine poetische Korsett Geschichte von Beata Sievi

17 Aug

Kundin des Ateliers « entre nous » in ihrem neuen Masskorsett, Bild und Styling: Beata Sievi, Inhaberin des Korsettateliers «entre nous»

„Als ich sie erblickte, schien es mir, als fände ich das Schöne, nach dessen Suche die Natur alle Menschen drängt. Als Sie sprachen, rief ich: das ist es, was ich so viel Male sagen wollte!“

Verena im Korsett "Palermo" von «entre nous» Verena im Korsett von « entre nous »    Bild und Styling: Beata Sievi, Inhaberin des Korsettateliers «entre nous»
Verena im Mass-Korsett von « entre nous ».

„Seien Sie den Beweisen der Verehrung zugänglich, die ich Ihnen zu liefern gedenke. Sie wissen, dass die Götter den Weihrauch, den wir ihnen hienieden weihen, huldvoll annehmen. Weisen Sie solches also nicht zurück, denn obwohl ihre Eigenschaften alle anbetungswürdig sind, besitzen Sie doch die beiden wichtigsten in überreichem Masse: Weisheit und Schönheit.“

Begegnung

„Diese unvorhersehbare Bekanntschaft folgt aus der Ordnung, die die Harmonie des Weltalls bildet. Es war eine vorhergeplante Notwendigkeit am Tag der Erschaffung der Welt, dass ich Sie sah, kennenlernte und liebte.“

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Fotosession in der romantischen Szenerie – Bild und Konzept: Beata Sievi

„Madame, ich bin weit davon entfernt, mein Herz verloren zu haben, als ich Sie sah, wie die Liebhaber dieses Zeitalters daherreden, sondern fühle mich seit diesem Tage viel mehr als Ehrenmann.“

Fotosession im Park Rämerholz in Winterthur, die Szenerie regt die fantasie und die gefühle an.

Fotosession im Park Römerholz in Winterthur, die poetische Szenerie regt Fantasie und Gefühle an.

„Und wie es in der feurigen Kraft Ihrer verzehrenden Blicke liegt, einen empfänglichen Stoff zu entzünden, liegt es in der Natur meines Herzens, davon aufgezehrt zu werden.“

Verena im Mass-Korsett von « entre nous », verschiedene Gesichter einer Frau…

„Das bringt mich zu der Vorstellung, dass Sie etwas sind in der Mitte zwischen dem Vernunftbegabten und dem Übersinnlichen…“

Kundin des Ateliers « entre nous » in ihrem neuen Masskorsett,   Bild und Styling: Beata Sievi, Inhaberin des Korsettateliers «entre nous»

Verschiedene Gesichter einer Frau…Bild und Styling: Beata Sievi, Inhaberin des Korsettateliers «entre nous»

„Ihr Geist allein verdient den Ruhm, seine Lebhaftigkeit, seine Feinheit und Kühnheit waren es wert, dass ich mich in diese schönen Ketten legen liess.“

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Glückliche Kundin in ihrem Masskorsett zusammen mit Ihrem Partner geniesst die romantische Atmosphäre im Museums-Parks Römerholz in Winterthur

„Ich erkundige mich bei den gewandtesten meiner Bekannten, woher diese Krankheit rührt; sie sagen es sei Amor. Ich kann es allerdings nicht glauben, weil Leute meines Alters von diesem Gebrechen kaum geplagt werden. Amor, antworten sie mir, sei ein Kind und gebe sich mit seinesgleichen ab, auch sei es schwierig für Kinder lange mit dem Feuer zu spielen, ohne sich zu verbrennen…O Götter! Wenn das wahr ist, was soll dann aus mir werden?“

Alle Zitate stammen aus dem Werk: Cyrano de Bergerac „Herzstiche. Die Briefe“ Auswahl: Beata Sievi

Luxuriöse Kreuzfahrt in einem Korsett von «entre nous»

22 Jun

Kreation Queen Mary Atelier entre nous Bild Beata Sievi

Kreation Queen Mary Atelier „entre nous“ in Winterthur

Oft werden wir gefragt, wo heutzutage Korsetts getragen werden. Eine mögliche Antwort darauf gibt unsere neuste Fotoreportage. Ein sehr charmantes Paar bestellte bei uns vor einigen Monaten ein Feinmass-Korsett für eine Kreuzfahrt. Auf der von ihnen gebuchten luxuriösen „Queen Mary“ bestehen bezüglich der Abendgarderobe klare Vorschriften – “black tie” für den Herrn und Abendrobe für die Dame. An jedem Abend wird zudem zu live Musik getanzt und unsere Kunden sind beide leidenschaftliche Tänzer. Ein Höhepunkt der Reise ist jedoch der besonders feierliche „Black & white ball“. Diesen wünschte die Dame in einem Korsett von «entre nous» zu geniessen. Somit war die Farbskala der Kreation vorgegeben. Die Herausforderung bestand nun darin, das Korsett so zu gestalten, dass es mit einem zweiten Jupe in einer anderen Farbe ebenso gut kombinierbar ist. Das Korsett, da waren sich beide einig, soll nicht nur einmal getragen und gezeigt werden…

Anprobe

Anprobe im Korsettatelier Atelier „entre nous“ in Winterthur, Bild: Beata Sievi

Der kreative Prozess begann mit mehreren Entwürfen und Prototypen und erstreckte sich über einige Wochen. Der junge Gentleman begleitete seine Geliebte gelegentlich zu Anproben, prüfte jeweils mit Vergnügen den Taillenumfang und erlernte das Schnüren des Korsetts. Zum Abschluss offerierten wir dem äusserst sympathischen Paar eine kleine Fotosession. Sie nahmen es als Anlass sich auf die Reise einzustimmen! Uns berührte es sehr diese kostbaren Momente des Glücks festhalten zu dürfen.

Kreation Queen Mary Atelier entre nous Bild Beata Sievi

Korsett „Queen Mary“ Atelier „entre nous“ in Winterthur, Kreation und Bild:  Beata Sievi

Korsett "Queen Mary" Atelier "entre nous" in Winterthur Bild Beata Sievi

Korsett „Queen Mary“ Atelier „entre nous“ in Winterthur, Kreation und Bild:  Beata Sievi

Korsett "Queen Mary" Atelier "entre nous" in Winterthur Bild Beata Sievi

Korsett „Queen Mary“ Atelier „entre nous“ in Winterthur, Kreation und Bild:  Beata Sievi

Korsett "Queen Mary" Atelier "entre nous" in Winterthur Bild Beata Sievi

Korsett „Queen Mary“ Atelier „entre nous“ in Winterthur, Kreation und Bild: Beata Sievi

Korsett "Queen Mary" Atelier "entre nous" in Winterthur Bild Beata Sievi

Korsett „Queen Mary“ Atelier „entre nous“ in Winterthur, Kreation und Bild:  Beata Sievi

Korsett "Queen Mary" Atelier "entre nous" in Winterthur Bild Beata Sievi

Korsett „Queen Mary“ Atelier „entre nous“ in Winterthur, Kreation und Bild: Beata Sievi

Korsett "Queen Mary" Atelier "entre nous" in Winterthur Bild Beata Sievi

Korsett „Queen Mary“ Atelier „entre nous“ in Winterthur, Kreation und Bild:  Beata Sievi

Kürzlich berichtete das Paar vom Nordkap, dass das Korsett angenehm zum tragen sei und allen sehr gefällt. Selbst der Kapitän war beeindruckt. – Wir hoffen nur, dass ihn der starke Eindruck nicht vom richtigen Kurs abbrachte!

Voctoria Augusta

Kreuzfahrtschiff Victoria Augusta im 1891 – Christian Willhelm Allers

Die erste Luxus-Kreuzfahrt der Geschichte fand im Jahr 1891 statt. Eine erlesene Gesellschaft, reich an Zeit und Geld, begab sich am 22. Januar in Cuxhaven an Bord der „Augusta Victoria“. Ihr Vorhaben war nicht wie zu dieser Zeit üblich – mit dem Schiff den Atlantik zu überqueren – sondern vielmehr an einer Seefahrt teilzunehmen, die ausschließlich ihrem Vergnügen dienen sollte. Unter den Passagieren befand sich der Maler und Zeichner Christian Wilhelm Allers, der in der zweimonatigen Reisezeit einen Bildband „Erinnerungen an die Reise der Augusta Victoria in den Orient“ schuf.

Korsett "Queen Mary" Atelier "entre nous" in Winterthur Bild Beata Sievi

Korsett „Queen Mary“ Atelier „entre nous“ in Winterthur, Kreation und  Bild Beata Sievi

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Bereit für die Reise – Korsett „Queen Mary“ Atelier „entre nous“ in Winterthur, Kreation und Bild Beata Sievi

Korsett "Queen Mary" Atelier "entre nous" in Winterthur Bild Beata Sievi

Korsett „Queen Mary“ Atelier „entre nous“ in Winterthur, Kreation und Bild: Beata Sievi

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