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Korsett und Emanzipation

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„Orgasm me too“ – Corset by Beata Sievi Corset Artist, Juli 2018

In den 20 Jahren meiner Arbeit als Korsettdesignerin wurde ich immer wieder darauf hingewiesen, besonders gern von Journalisten, dass Korsett das ein Symbol der weiblichen Unterdrückung sei. Diesen Vorurteilen versuchte ich stets mit Gelassenheit zu begegnen. Nachdem ich in den letzten zwei Jahren eine Reihe kultureller Veranstaltungen organisiert habe, die die Befreiung der weiblichen Sexualität aus den Fesseln des Patriarchats thematisieren, werde ich nun erst recht gefragt, wie ich Korsetterie und Emanzipation miteinander verbinde. Die Antwort: Das Korsett ist dazu bestimmt, die weibliche Verführungskraft zu bestärken. Es ist nicht das Korsett, das weibliche Verführung mit Unterdrückung verbindet, sondern das Patriarchat. Denn Korsette können Frauen durchaus darin bestärken, ihre Rechte und ihr Vergnügen aktiv einzufordern. Meine neuste Kreation will diese Auffassung deutlich zum Ausdruck bringen.

Korsett revolution
Werbung für Ball`s Corset ca. 1880

Korsett und erotische Subjektivität der Frau

Als ich mich vor 20 Jahren mit der Geschichte des Korsetts zu befassen begann, stiess ich auf die Werke der amerikanischen Modeforscherin Valerie Steele. Die Untersuchung konkreter historischer Beispiele führte sie in ihrem Buch „The corset. A cultural history“ zum Schluss, dass ein Mieder schon früh ein Mittel der selbstbewussten Inszenierung weiblicher Schönheit war und in Verführungen gekonnt eingesetzt wurde. Frauen des 18. und 19. Jh. waren weit davon entfernt, lediglich Objekte des männlichen Begehrens zu sein, sondern spielten aktiv mit ihrer modischen Aufmachung. Valerie Seele lieferte mir damit einen Beweis für meine vage Intuition, dass es zu kurz greift, Korsetts per se mit Einschnürung gleichzusetzen, und sie bestätigte mir die starke Faszination für dieses besondere Objekt. Das fundierte Wissen über die Korsettgeschichte habe ich sowohl in meinem Unterricht integriert als auch den Journalisten zu vermitteln versucht.

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Jean-François Detroy, Lady showing bracelet to her suitor, 1734

Heute, nach der Lektüre der Werke der berühmten Soziologin Eva Illouz, würde ich zu der Analyse von Valerie Steele gerne etwas ergänzen. Auch wenn früher das Korsett den Frauen in sexuellen Beziehungen durchaus zu Subjekt- und nicht einfach zu Objektstatus verholfen haben mag, so verblieb ihre Autonomie dennoch auf einen relativ schmalen Raum beschränkt. In ihrem Werk „Warum die Liebe weh tut“ argumentiert Eva Illouz, dass Schönheit und sinnliche Anziehungskraft in der patriarchalischen Gesellschaft über Jahrhunderte so etwas wie ein „erotisches Kapital“ darstellten. Diese auf dem Heiratsmarkt und in illegitimen Liaisons bewusst eingesetzte Währung ermöglichte es Frauen, einen sonst unzugänglichen ökonomischen oder sozialen Status zu erreichen. Dass bei diesem Tauschhandel ihre sexuellen Bedürfnisse angedeutet, aber nicht unbedingt befriedigt wurden, mussten sie angesichts mangelnden Wissens über die weibliche Sexualität und in Anbetracht rigider Moralvorstellungen hinnehmen.

Erotische Freiheit und fehlende Selbstbestimmung

Heute ist die Situation anders. Die Chancen für den sozialen Aufstieg und Reichtum sind zwischen den Geschlechtern zwar noch nicht gleich, aber auf der Seite der Frauen grösser als je zuvor. Das fundierte Wissen über weibliche Sexualität ist vorhanden und gut zugänglich und die Einschränkungen der Religion sind weggefallen. Wie steht es aber um die weibliche Selbstbestimmung in der Sexualität in dieser neuen Epoche der Befreiung? Die junge Philosophin Margret Stokowski gibt in ihrem Buch «Untenrum frei» folgende Antwort: «Während wir glauben, wir hätten die Fesseln des Patriarchats längst gesprengt, haben wir nur gelernt in ihnen shoppen zu gehen». Dabei bezieht sie sich auf die Tatsache, dass sehr viele Frauen in den erotischen Begegnungen immer noch auf ihr erotisches Vergnügen verzichten. Dies bestätigen Psychologinnen und Sexologinnen wie Martha Meana, Peggy Orenstein, Tabea Freitag und Sandra Konrad, die sowohl mit reifen als auch mit jungen Frauen arbeiten. Die Forscherinnen machen darauf aufmerksam, dass vielen Frauen von heute der Zugang zum eigenen sinnlichen Empfinden fehlt. Oft wissen sie kaum, was sie wollen, und lassen sich deshalb auf sexuelle Praktiken ein, die ihnen keinen Spass bereiten. Sie täuschen den Männern ihre Erregung vor und stellen das eigene Vergnügen hintenan. Woran liegt es, dass viele Frauen selbst nach der sexuellen Revolution so bereitwillig Männer befriedigen und so wenig Engagement für die Erfüllung ihrer eigenen sexuellen Wünsche zeigen?

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Stoffdruck für das neue Korsett von Beata Sievi Corset Artist

Psychologische Forschungen nennen unterschiedliche Gründe. Erstens sind viele Frauen immer noch überzeugt, dass sie durch sexuelle Unterwerfung das Interesse des Mannes gewinnen oder dieses erfolgreich aufrechterhalten können. Insbesondere, wenn es um die erste Verliebtheit geht, steht die Sexualität im Dienst der Bindung und wird unbewusst instrumentalisiert. Hier ist das eigene Vergnügen noch involviert, aber das erotische Potential wird oft nicht ausgeschöpft, weil Mädchen ihre Climax und all das, was zu ihr führen könnte, von ihren jungen Partnern nicht einzufordern wissen. Auch in Langzeitbeziehungen kommen viele Frauen nicht auf ihre Kosten, weil ihnen die Lust mit den Jahren abhandenkommt. Gefangen in dem Modell der monogamen Ehe, verzichten sie auf erregende Abenteuer und zwingen sich, die eheliche Pflicht auch ohne Lust zu erfüllen.

Als zweite Gruppe der Motive, weshalb Frauen auf die männlichen sexuellen Wünsche reagieren, auch wenn sie selbst dabei nicht erregt sind, nennen die Forscher Befriedigung unterschiedlicher sozialer Bedürfnisse. In vielen persönlichen Interviews und Fragebogen mit Heranwachsenden zeigt sich, dass vor allem Fellatio eine verbreitete Praktik ist, die nur von den Männern mit körperlicher Lust betrieben wird. Junge Frauen hingegen schildern sie als eine „unpersönliche Angelegenheit“ und sie vergleichen Oralverkehr sogar mit einem Zahlungsmittel, das ihnen besondere Dienste leistet. Ganz anders als vor 30 Jahren, als orale Stimulation noch als Zeichen einer ganz grossen Intimität galt.

Das neue Korsett von Beata Sievi Corset Artist - Entstehungsprozess
Das neue Korsett von Beata Sievi Corset Artist – Entstehungsprozess

Die Befragungen von Jugendlichen zeigen zwei Hauptmotive, weshalb junge Frauen Männer oral befriedigen, selbst wenn sie dabei weder emotionell engagiert noch erregt sind. Einerseits versuchen sie damit in Situationen grossen Drucks – bis hin zur Erpressung – den Partner mit oralem Sex zu besänftigen, ohne in den Geschlechtsverkehr einwilligen zu müssen. Die Häufigkeit, mit welcher sie diese Strategie anwenden, deutet daraufhin, dass männliche Dominanz im heutigen Dating sehr oft vorkommt und es den Frauen an anderen Mitteln, damit umzugehen, komplett fehlt. Zudem gibt es, aller Aufklärung zum Trotz, heute noch Frauen, die glauben, dass Männer aufgrund der hormonellen Unterschiede von der sexuellen Spannung befreit werden müssen und dass Verantwortung dafür einer Frau obliegt. Als zweites Motiv für ihre Fügsamkeit führen viele Mädchen an, dass eine Einwilligung in Fellatio ihnen „die richtige Art der Popularität“ unter den Männern einbringt und ihren Status in der Peer-Gruppe erhöht. Offenbar setzt hier die von Männern produzierte Pornografie bereits im Alltag die Standards dafür, was Frau für einen Mann interessant macht.

Gefragt nach ihrem eigenen Empfinden geben Mädchen zu, dass sie bei solchen Praktiken keinen wirklichen Spass haben. „But it’s definitely not the physical side of it, because that’s so gross and it really hurts my throat. I mean, it’s sort of fun getting in the rhythm of it. But it’s never fun fun”, meinte eine 18-Jährige, die von Peggy Orenstein interviewt wurde. Diese Haltung unterstützen bedauerlicherweise zahlreiche Frauenzeitschriften, indem sie nicht nur einfache Tipps für Fellatio abgeben, sondern auch – wie z.B. in der Online-Version von Glamour und Freundin – Frauen belehren, wie es möglich ist, sogar den Würgereflex abzutrainieren, um den berühmten „Job“ besser zu verrichten.

„Würde die Menschheit dieselben Anstrengungen in die Raumfahrt stecken, wie die Redaktionen von Frauenzeitschriften in Blowjob-Ratgeber, könnten wir längst zum Kaffeetrinken auf den Mars“ – bringt es Margret Stokowski auf den Punkt.

Auch ich betrachte die gegenwärtige Situation als höchst problematisch und alarmierend. Das grösste Potential der Sexualität liegt in der Reziprozität! Sexuelle Praktiken, in welchen männliche Bedürfnisse nach sexuellem Vergnügen selbstverständlich befriedigt werden, während die Frau ihre körperlichen und emotionalen Empfindungen gänzlich abspalten muss, um daraus irgendeinen sekundären psychischen oder sozialen Nutzen zu ziehen, kreieren ein ungesundes strukturelles Ungleichgewicht zwischen den Geschlechtern. Sie entfremden beide Agierende vom Glückspotential, das einer reziproken erotischen Begegnung innewohnt. Eine derartige Instrumentalisierung der weiblichen Sexualität untergräbt zudem die Integrität der Frau und zementiert die patriarchalen Strukturen.

“Orgasm is a human right”

Die erotische Anziehung zwischen den Menschen ist eine Urkraft. Von Anbeginn meiner Arbeit als Korsettdesignerin habe ich mich als Botschafterin dieser Kraft verstanden. Meine Korsetts sind dazu bestimmt, in den heterosexuellen Beziehungen die weibliche Verführungskraft zu bestärken. In meinen Kreationen sehen Frauen so aus, wie sie sich wünschen und wie das männliche Auge es erträumt. Der begehrende Blick eines Mannes vermag dafür die weiblichen Sinne anzuregen. Hier stehen sich beide Geschlechter in ihrer vollen Potenz als gleich starke Wesen gegenüber. Dieses Potenzial soll aber auch in der sinnlichen Begegnung Entfaltung und Kulmination finden. Um dies zu erleben, müssen Frauen sich dazu entscheiden, ihr sexuelles Vergnügen einzufordern.

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Literatur:

The corset. A cultural history, Valerie Steele
Warum Liebe weh tut. – Eva Illouz, Surkamp 2016
Girls & Sex: Navigating the Complicated New Landscape.- Peggy Orenstein, Paperback 2017
Die versteckte Lust der Frauen. – Daniel Bergner, Knaus 2014
Emotionale Gewalt durch Pornografie und frühe Sexualisierung. -Tabea Freitag in: Bindung und emotionale Gewalt – Karl Heinz Brisch(Hrsg.), Klett-Cotta 2017
Das beherrschte Geschlecht – Sandra Konrad, Piper 2017
Untenrum frei. – Margret Stokowski, Rowohlt 2017

As a trained psychologist and tailor I always aimed for deeper understanding of fashion, seduction and gender roles and I used to see the corset as a mean of women`s subjective erotic play. It was the author of the book “The Corset. Cultural history” Valerie Steel, who helped me to understand the corset in this way and her concept of eroticism in fashion influenced my work as corset designer for past twenty years.
In the very last time however I was faced with researches showing the alarming lack of subjectivity of young women, rooted in attachment insecurity and being trapped in standards of pornographic culture. Sociological analyses of Eva Illouz led my finally to the conclusion that it is time to take apart from my artistic activity in corset-making and come back to psychology.
My last creation was an attempt for the artistic interpretation of corset as a symbol of women’s subjectivity. After long reflection I came to conclusion that only as clear statement, as the one I have placed on my corset, can make it nowadays clear, what Eva Illouz postulates in her lectures and books, f.i. “Why love hurts”. She stats that the beauty and its enhancement built the erotic asset of women in the past but she points out, that it was the only capital, which could have been exchanged for either love or social status in order to participate in the men’s power. As my own research on the history of sexuality shows this exchange didn’t included the right for erotic pleasure, which is particularly sad for such erotic garment as corset. After this reflection I came to conclusion that instead of enhancing women’s seductive power it is more important to encourage them to invest in their education and professional skills as a way to obtain the social acknowledgement and support them in their quest for sexual pleasures. The corset might still be occasionally a mean of erotic play but only if this is a play on equal footing and the gain is no other than mutual sensual pleasure.

 

Ein neues Boudoir Korsett oder vom Reiz der Schönheit

Boudoir Korsett by Beata Sievi Corset Artist, Photography: Ewald Vorberg, Model: Olga Kaminska
Boudoir-corset by Beata Sievi Corset Artist, Photograph: Ewald Vorberg, Model: Olga Kaminska

Die neuste Forschung weist darauf hin, dass wir uns darüber täuschen, was uns wirklich beim anderen Geschlecht anzieht. Als Hauptgründe für den Vorgang des Sich-Verliebens werden  physische Attraktivität, gefolgt von der eigenen Ähnlichkeit mit der anderen Person genannt. Psychologe und Kommunikation-Forscher Steve Duck ging davon aus, dass die Qualität der Konversation ebenfalls ein möglicher Prädiktor von romantischer Anziehung sein könne, allerdings liess sich diese Vermutung experimentell nicht bestätigen, weder bei Männern noch bei Frauen. Somit scheint es bewiesen zu sein, dass es nicht unbedingt der Geist und der Charakter eines Menschen sind, die uns am stärksten einnehmen, was eine Denkerin und berühmte Saloniere des 17 Jh. Ninon Lenclos bereits 1660 feststellte.

Boudoir Korsett by Beata Sievi Corset Artist, Photography: Ewald Vorberg, Model: Olga Kaminska
Boudoir Korsett Beata Sievi Corset Artist, Photograph: Ewald Vorberg, Model: Olga Kaminska

„Was ist die Bestimmung der Frauen? Was verlangt der Mann von ihnen? Es ist unrecht, die Frauen der Eitelkeit und der Leichtfertigkeit zu beschuldigen, weil sie so viel Wert auf die Schönheit legen, tun sie es doch nur, um dem Manne zu gefallen und ihn glücklich zu machen! Ist es nicht wirklich der Reiz unseres Umganges, die Zartheit unserer Sitten, denen der Mann die schönsten Freuden, sein ganzes Glück verdankt? Seien Sie ehrlich! Würden die Wissenschaften, der Ehrgeiz, würde die Tapferkeit, selbst die Freundschaft, von der Sie so viel Wesens machen, allein genügen, um Sie glücklich zu machen? Ganz gewiss nicht. All dies vermöchte nicht, Sie das langweilige Einerlei des Lebens vergessen zu machen, das so erdrückend ist, und Sie würden tief zu beklagen sein.“

Boudoir Korsett by Beata Sievi Corset Artist, Photography: Ewald Vorberg, Model: Olga Kaminska
Boudoir Korsett Beata Sievi Corset Artist, Photograph: Ewald Vorberg, Model: Olga Kaminska

 

„Es ist das Amt der Frauen, diese tödliche Langeweile durch ihre pikante Heiterkeit, durch die fröhliche Grazie ihres Verkehrs mit Euch, zu zerstreuen. Nur durch den Umgang mit den Frauen werden Sie jene köstliche ausgelassene Freude, das liebenswürdige Delirium und jene geistige Trunkenheit kennen lernen, die Sie das Alltagsleben vergessen macht und die ganz mit dem Gefühle erfüllt, glücklich zu sein.“

„Kommen wir zum Schlusse. Wenn es wahr ist, dass Sie das Glück Ihres Herzens nur den liebenswürdigen Eigenschaften der Frauen verdanken – und daran ist wohl nicht zu zweifeln – so können Sie sicher sein, dass auch Sie den Frauen nur durch ähnliche Vorzüge gefallen werden. Ihr Männer rühmt Euch Eurer Solidität, Eurer Kenntnisse usw. Aber sagen Sie, würde das Leben nicht grenzenlos langweilig und öde sein, wenn Sie dazu verdammt wären, nur mit Tugendhelden, Gelehrten und Philosophen umzugehen. Steifen Sie sich also nicht darauf, in dem Sinne, wie Sie es meinen, sich als bedeutenden Mann aufzuspielen. Als Verdienst werden nur die Eigenschaften betrachtet, die die Leute, denen Sie gefallen möchten, zu verstehen und zu schätzen wissen. In der Liebeskunst, mein Herr Marquis, gibt es eigene, ganz besondere Gesetze, und im Reiche der Liebe ist nur der Liebenswürdige ein weiser Mann.“ (Briefe der Ninon Lenclos, Insel Verlag 1989)

Boudoir Korsett by Beata Sievi Corset Artist, Photography: Ewald Vorberg, Model: Olga Kaminska
Boudoir-corset by Beata Sievi Corset Artist, Photography: Ewald Vorberg, Model: Olga Kaminska

Das Türkis-rote Boudoir-Korsett in der Gr. 38, mit einem Reissverschluss vorne und einer Schnürung hinten, angefertigt aus einem seltenen Baumwolle Pique-Stoff und aus einer kostbareren St.Galler Spitze, die von Hand angenäht wurde, ist ein Unikat. Das Korsett kann in meinem Atelier anprobiert und sofort gekauft werden. Preis: CHF 2190 ohne Strapsen, CHF 2490 mit Strapsen. Das Modell kann auch in anderen Grössen und in anderen aparten Farbkombinationen angefertigt werden. Ich freue mich auf Ihre Kontaktaufnahme unter: atelier@entrenous.ch

Massanfertigung bei Beata Sievi Corset Artist in Winterthur
Massanfertigung bei Beata Sievi Corset Artist in Winterthur

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„Halt auf Verlangen“ – Virginia Nolan über Beata Sievi in der NZZ am Sonntag

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Beata Sievi Corset Artist in Ihrer Bibliothek, Bild: Gina Folly

Einige meinen Kunden und Interessenten, die weit weg von Zürich leben und keine Gelegenheit hatten den NZZ am Sonntag zu lesen, haben mich gebeten den Artikel von Virginia Nolan in meinem Blog zu publizieren. Diesen Wunsch erfülle ich gerne, zumal es mich sehr gefreut hat, so eine aufmerksame und interessierte Journalistin als Gesprächspartnerin zu haben. Zum ersten Mal werden in einem Presseartikel über Korsett nicht nur bekannte Vorurteile  wiederholt!

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Beata Sievi Corset Artist in Ihrem Atelier in Winterthur, Bild: Gina Folly

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Beata Sievi Corset Artist at work. Photography: Gina Folly

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Beata Sievi Corset Artist in her Atelier in Winterthur, Switzerland. Bild:Gina Folly

Wenn es Sie interessiert, wie ich selber meinen beruflichen Weg sehe, empfehle ich Ihnen die Lektüre meiner Biografie, die ich vor kurzem neu und ausführlich verfasst habe.

Korsett als Geschenk

Heute erscheint im NZZ am Sonntag ein Artikel über meine 17-jährige Tätigkeit als Korsettdesignerin. Ich vermute, dass ich in den nächsten Tagen einige Anfragen von Herren bekommen werde, die der Dame ihres Herzens ein Korsett schenken wollen. Daher mache ich Sie auf meine Seite „Korsett als Geschenk“ aufmerksam, wo alle wichtigen Informationen zum Thema zu finden sind. Etwas ist sicher – wer heute einen Gutschein für ein Massgefertigtes Korsett schenkt – muss mit ein paar Monaten Wartezeit rechnen. Dafür erwartet ihn ein spannender, kreativer Prozess, an dem er sich aktiv beteiligen kann.

Wenn es  wichtig ist ein Korsett bald – vielleicht sogar noch  diese Weihnachten – zu schenken, dann lässt sich  mit etwas Glück etwas passendes unter unseren Vorführmodellen finden. Ich habe mein Lager durchsucht und kann Ihnen vier besondere Kreationen zum sofortigen  Kauf besonders empfehlen. Mehr finden Sie auf der Seite Korsett-Outlet. Termin-Vereinbarungen, auch für die Tage zwischen Weihnachten und Silvester, nehme ich gerne unter: atelier@entrenous.ch oder unter 052 213 90 89 entgegen.

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Boudoir Korsett „Desir“ von Beata Sievi, Bild: Ewald Vorberg – Model prêt-à-porter Gr.36 – CHF. 2490.00, Massanfertigung CHF 3600

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Korsett aus dem exclusiven Stoff von Fabric Frontline, Beata Sievi Corset Artist, Gr.38, Cup 75, B/C, prêt-à-porter Preis: CHF 2960, Massanfertigung CHF 4900

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Spitzenbustier, Beata Sievi Corset Artist, Cup 70 C/D, Taillenumfang 60-65 cm,Preis prêt-à-porter CHF 1190

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Taillenkorsett aus rotem Seiden-Satin verziert von Hand mit St.Galler Spitze, Preis prêt-à-porter Gr.38, CHF 580.00, Massanfertigung ab CHF 1200.

Edles Korsett von Beata Sievi Corset Artist in Masskonfektion

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Masskonfektion-Korsett von Beata Sievi Corset Artist

Dank kontinuierlicher Arbeit an der Korsett-Schnittechnik habe ich eine Möglichkeit immer grössere Anzahl der Korsett Standard-Modelle meinen Kundinnen zur Auswahl anzubieten. Neulich habe ich zu der bestehenden prêt-à-porter Linie „Gala“ die Linie „Boudoir“ hinzugefügt, die sich in der Form und in der Verarbeitung unterscheidet. Während ein Korsett für einen Ball elegant und bequem sein muss, gilt für den Boudoir Bereich, die weiblichen Reize ohne Zurückhaltung zu betonen. Die Standard-Modelle der beiden Linien können bei mir während eines vereinbarten rendez-vous anprobiert werden. Als Fachfrau helfe ich meinen Kundinnen die Form und den Trag-Komfort sorgfältig gegeneinander abzuwägen und helfe bei den Fragen des Stills.  Anschliessend kann die Kundin den Stoff und die Spitze aus meiner Kollektion wählen und das Korsett wird für sie angefertigt.

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Anprobe bei Beata Sievi Corset Artist in Winterthur

Damit das Modell optimal angepasst ist und die Details dem individuellen Geschmack  entsprechen, wird in der Regel eine Anprobe durchgeführt, an der die Korrekturen der Länge und des Umfangs (nicht jedoch der Form und Linienführung) vorgenommen werden können. Es ist auch möglich zusätzliche Dekorationen zu wählen. Das Korsett kann auf Wunsch nach Hause gesendet werden.

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Wertvolle englische Korsettstoffe bei Beata Sievi Corset Artist

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St.Gallerspitze in neuen Herbs- und Winterfarben bei Beata Sievi

Mit Masskonfektion von Beata Sievi Corset Artist haben Sie die Sicherheit, höchste Qualität gepaart mit Individualität zu erhalten.

Hier Ihre Vorteile auf einen Blick:

Optimale Passform: das Ergebnis des unvergleichlichen Savoir–faire von Beata Sievi – das die modernen Techniken mit der Geschichte der Korsetterie verbindet.

Individualisiertes Design: Sie selbst bestimmen den Stoff und Details aus unserer Palette nach Ihren Vorstellungen.

Erstklassige Stoffauswahl: Sie wählen aus hochqualitativen traditionellen Korsettstoffen und Spitzenbordüren der renommierten Produzenten.

Messbarer Zeit- und Preisvorteil: Unsere Maßkonfektion kostet weniger als Feinmassanfertigung bietet dennoch hervorragende Qualität und Individualität. Da wir nur eine Anprobe durchführen, ist der Zeitaufwand geringer. Da wir Ihre Masse und die allfälligen Abweichungen zum Standardschnitt in unsere Kartei aufnehmen, können Sie später ein neues Korsett jederzeit bequem per Telefon oder Mail nachbestellen. Preise: 1400-1800 CHF

Aus Liebe zum Detail:

Wählen Sie  eine der folgenden beliebten Extras für Ihr neues Korsett:

  • Stickerei Motive von Hand aufgenäht

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Korsett-Anfertigung bei Beata Sievi Corset Artist

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Die schönsten Korsetts in der Schweiz –  bei Beata Sievi Corset Artist

  • Korsett Futter in der Kontrastfarbe
  • Zusatzschnur in anderer Farbe

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Boudoir Corsett angefertigt bei beata Sievi Corset Artist

  • Auswechselbarer Rückenschutz / Modestypanel in Kontrast-Farbe
  • Abnehmbare in Handarbeit mit Seide überzogene Strapsen

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Handgemachte Strumpfhalter zum Korsett

Terminvereinbarungen für Besprechungen von Anfertigungen im  Jahr 2016 nehme ich gerne unter atelier@entrenous.ch entgegen.

Mass-Korsett für heisse Sommer-Augenblicke

Massanfertigung eines Korsetts bei beata Sievi Corset Artist aus Winterthur
Massanfertigung eines Korsetts bei Beata Sievi Corset Artist aus Winterthur

Dieses schöne Korsett entstand vor einigen Wochen auf Wunsch einer treuen Kundin. Das aus Paris stammende bedruckte Stoff mit traditionellen holländischen Motiven kann perfekt mit Jeanshose kombiniert werden. Somit  kann dieses Korsett an jedem Anlass mit einem Dresscode „casual elegant“ getragen werden. Ein besonders dekoratives Element bildet die Öffnung in der vorderen Mitte, die mit einem Stoffband zu einer romantischen Schleife zusammengebunden wird. Ein kokettes Spiel mit einem Durchblick ins Dekolleté der Dame. Es war eine handwerkliche Herausforderung aber auch grosse Freude dieses Model anzufertigen!

Massanfertigung eines Korsetts bei beata Sievi Corset Artist aus Winterthur
Massanfertigung eines Korsetts bei Beata Sievi Corset Artist aus Winterthur

Massanfertigung eines Korsetts bei beata Sievi Corset Artist aus Winterthur
Massanfertigung eines Korsetts bei Beata Sievi Corset Artist aus Winterthur

Besonders reizende und spielerische Form vom Dekollete im Masskorset von beata Sievi Corset Artist aus Winterthur
Besonders reizende und spielerische Form vom Dekolleté im Masskorset von Beata Sievi Corset Artist aus Winterthur

Besonders reizende und spielerische Form vom Dekollete im Masskorset von beata Sievi Corset Artist aus Winterthur
Besonders reizende und spielerische Form vom Dekollete im Korset von Beata Sievi

 

Besonders reizende und spielerische Form vom Dekollete im Masskorset von beata Sievi Corset Artist aus Winterthur
Dekolleté im Masskorset von Beata Sievi Corset Artist aus Winterthur

Besonders reizende und spielerische Form Masskorset von Beata Sievi Corset Artist aus Winterthur
Exclusives Masskorset von Beata Sievi Corset Artist aus Winterthur

Besonders reizende und spielerische Form vom Dekollete im Masskorset von Beata Sievi Corset Artist aus Winterthur
Masskorset von Beata Sievi Corset Artist aus Winterthur

Besonders reizende und spielerische Form vom Dekollete im Masskorset von beata Sievi Corset Artist aus Winterthur
Besonders reizende und spielerische Form vom Dekollete im Masskorset von beata Sievi Corset Artist aus Winterthur

 

Neue Boudoir Korsett Kollektion von Beata Sievi – le corset „Volupté“

Verführerisches Lingerie Korsett "Volupté" von Beata Sievi, Bild: ewald Vorberg
Verführerisches Lingerie Korsett „Volupté“ von Beata Sievi, Bild: Ewald Vorberg

Das zweite Korsett meiner Boudoir Kollektion betont stark die Taille und die Rundung der Hüfte und es lässt sich gut mit einer schönen Lingerie kombinieren. Die Reissverschluss-Öffnung in der vorderen Mitte anstelle der traditionellen Schliesse ermöglicht das Kokettieren und Spielen – ganz wie es in einem Boudoir erlaubt sein soll…

Im Übrigen ist das Wort Boudoir nicht ein Synonym für ein Schlafzimmer, wie es uns heute manchmal erscheint. Es darf – wenn wir die Bedeutung genau verstehen wollen – viel mehr mit einem Geheimnis und einem sinnlichen Vorspiel assoziiert werden. In der Architektur des 18. Jahrhunderts trat das Boudoir zum ersten Mal in Erscheinung als kleiner, geschmackvoll und sinnlich eingerichteter Raum, meistens platziert zwischen Esszimmer und Schlafzimmer. Seine Funktion widerspiegelte die Geschichte und die Verhältnisse der damaligen Zeit. Während die Männer der Bourgeoisie sich gerne öffentlich zur Schau stellten war das Boudoir als – Ort des weiblichen Rückzugs – definiert. Die Dame des Hauses verbrachte dort ihre musischen, manchmal auch einsamen Stunden. Es war der Raum in dem sie Zeit mit ihren Freundinnen verbrachte oder aber sie empfing hier ihren geheimen Verehrer oder den Geliebten. Marquis de Sade trug mit seinem berühmten Buch – Philosophie des Boudoirs – viel dazu bei, die vielschichtige Funktion dieses speziellen Zimmers bekannt zu machen. Auch heute noch hat das Boudoir nichts von seiner Anziehungskraft verloren und regt unsere Phantasie an…

Verführerisches Lingerie Korsett "Volupté" von Beata Sievi, Photographie: Ewald Vorberg
Verführerisches Lingerie Korsett „Volupté“ von Beata Sievi,

Verführerisches Lingerie Korsett "Volupté" von Beata Sievi, Bild: ewald Vorberg
Verführerisches Lingerie Korsett „Volupté“ von Beata Sievi, Photographie: Ewald Vorberg

Photographie: Ewald Vorberg, Make-up: Beata Sievi

Korsett erhältlich bei: Beata Sievi, Atelier „entre nous“, Obergasse 15, Winterthur

By appointment only!  Mail: atelier@entrenous.ch oder 052 213 90 89